Wie du mit einem Wort den kompletten Text versaust

Neulich warf mir ein Kollege vor, ich sei perfektionistisch. Okay. Mag sein. Habe ich bislang nicht so gesehen, stehe ich aber dazu. Beim Texten geht es manchmal um jedes einzelne Wort. Kennst du das, wenn jemand in deinem Text herumfuhrwerkt, als würde er dir ein Messer im Bauch umdrehen?

Bitte lies diesen Text:

designstark

Klingt rund, oder? Und jetzt ließ bitte, was mein Kollege daraus gemacht hat:

Designstark

Aaaaaaaarg! Designstark? Aua.

Was soll das heißen? Was passiert in einem Kopf, wenn du das Wort liest? Vermutlich – gar nichts, oder? Bei mir ploppen Fragezeichen auf. Aber kein Bild.

Designstark, das ist eine Worthülse. Ein fehlgeleiteter Versuch, Leser zu manipulieren. Das Gegenteil von Augenhöhe und Beziehung. Das Gegenteil von Storytelling. Und nicht nur das: Es macht die ursprüngliche Story sogar kaputt, weil du dran hängenbleibst und rätselst, was das heißen mag, designstark.

Designstark. So klingt es, wenn jemand, der das sonst nie tut, denkt, er müsse »Werbung machen«.

Eine der wichtigsten Regeln für Anfänger im professionellen Schreiben lautet: »Meide Adjektive«. Wenn du fortgeschritten bist, kannst du die Regel variieren: »Verwende Adjektive nur, wenn du dir ganz, ganz sicher bist, dass sie zu deiner Botschaft beitragen.« Versuche, deine innere Alarmglocke jedes Mal schrillen zu lassen, wenn du Adjektive benutzt. Denn oftmals sind sie überflüssig.

Im Wort »Einzigartig« steckt ja schon der Grundgedanke von Design, »Form follows funktion«. Und wenn du ihn wirken lässt, ist er viel stärker als das Holzhammer-Adjektiv designstark.

Ende.

Foto: Aarón Blanco Tejedor, unsplash.com

Aaaaaaaarg! Designstark? Aua.

Was soll das heißen? Was passiert in einem Kopf, wenn du das Wort liest? Vermutlich – gar nichts, oder? Bei mir ploppen Fragezeichen auf. Aber kein Bild.

Designstark, das ist eine Worthülse. Ein fehlgeleiteter Versuch, Leser zu manipulieren. Das Gegenteil von Augenhöhe und Beziehung. Das Gegenteil von Storytelling. Und nicht nur das: Es macht die ursprüngliche Story sogar kaputt, weil du dran hängenbleibst und rätselst, was das heißen mag, designstark.

Designstark. So klingt es, wenn jemand, der das sonst nie tut, denkt, er müsse “Werbung machen”.

Eine der wichtigsten Regeln für Anfänger im professionellen Schreiben lautet: “Meide Adjektive”. Wenn du fortgeschritten bist, kannst du die Regel variieren: Verwende Adjektive nur, wenn du dir ganz, ganz sicher bist, dass sie zu deiner Botschaft beitragen. Versuche, deine innere Alarmglocke jedes Mal schrillen zu lassen, wenn du Adjektive benutzt. Denn oftmals sind sie überflüssig.

Im Wort “Einzigartig” steckt ja schon der Grundgedanke von Design, “Form follows funktion“. Und wenn du ihn wirken lässt, ist er viel stärker als mit einem Holzhammer-Adjektiv wie designstark.

Foto: Aarón Blanco Tejedor, unsplash.com

Texterin Tamara Niebler

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